Unser Austausch mit Jusos in Izmir

Vom 17. bis zum 23. Juni waren sieben Jusos aus ganz Berlin in Izmir um sich dort mit der CHP Gencligi (Jugend der türkischen SozialdemokratInnen) auszutauschen.
Ganz oben auf dem Programm standen die Proteste in der Türkei, so haben wir noch am Abend unserer Ankunft das Protestcamp in Izmir für einige Minuten besucht. Die Menschen in dem Protestcamp waren friedlich, einige haben Musik gemacht, es herrschte eine sehr gute Stimmung in dem Protestcamp. Wir waren von der Stimmung in dem Protestcamp sehr angetan.

Nach der Besichtigung des Protestcamps ging es gleich weiter in unsere Gastfamilien in denen wir die Woche wohnen würden, so hatten wir auch gleichzeitig die Möglichkeit das Familienleben in der Türkei näher kennenzulernen.
Am Dienstagmorgen trafen wir uns dann im Hauptquartier der CHP Izmir um unseren ersten Workshop zu starten, der über die Gezi Park Proteste handelte.

Die CHP Gencligi zeigte uns einige Videos in denen wir sehen konnten mit welcher Brutalität und auch grundlos die Polizei Demonstrationen auflöste und DemonstrantInnen verfolgte und auch verletzte. Die darauffolgende Diskussionsrunde war sehr emotional, wir haben der CHP Gencligi versichert das wir an deren Seite stehen und auch ein Solidaritätsvideo gedreht welches ihr hier finden könnt.
Am Nachmittag haben wir uns dann mit Alex von der Friedrich Ebert Stiftung in der Türkei getroffen, er hat uns die Sichtweise der FES auf die CHP und CHP Gencligi näher gebracht und uns die Strukur näher gebracht. Die CHP Gencligi versteht sich dabei nicht so sehr als eigenständiger Verband wie z.B. die Jusos gegenüber der SPD. Die CHP Gencligi hat auch kein eigenes Programm, in persönlichen Gesprächen mit der CHP Gencligi haben wir jedoch erfahren, dass sie sich linker als die CHP verstehen.

Am Mittwoch haben wir über die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung in der Türkei gesprochen, diese gab es schon während des osmanischen Reiches besonders in den Städten Istanbul, Izmir und Thessaloniki. Unter Atatürk, ab 1923, bekamen die ArbeiterInnen mehr Rechte. Der Militärputsch 1980 schaffte viele dieser Rechte jedoch endgültig wieder ab und der Kasinokapitalismus nahm in der Türkei zu.
Am Mittwochnachmittag haben wir uns Izmir näher angeschaut und sind z.B. mit einem Fahrstuhl den Berg hochgefahren und hatten so eine sehr schöne Aussicht auf Izmir und die Bucht von Izmir. Izmir ist eine sehr schöne Stadt! Am Abend sind wir dann noch alle gemeinsam in eine Bar gegangen und haben das Nachtleben von Izmir genossen.
Am Donnerstag haben wir den Bürgermeister des Bezirks des Stadtzentrums getroffen und konnten uns mit ihm während eines Mittagessens austauschen.

Die restlichen Tage haben wir dann genutzt um nach Ephesus zu fahren, Izmir und die Gegend um Izmir näher kennenzulernen.

Es war eine sehr interessante Woche mit vielen Erlebnissen und Begegnungen mit vielen tollen Menschen. Wir freuen uns schon auf den Besuch aus Izmir diesen Herbst!

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